Hochsee-Reiseziel: Indischer Ozean
Indischer Ozean Kreuzfahrten
Wer hat beim Klang des Namens Indischer Ozean oder den Seychellen nicht auch die Vorstellungen von Gewürzen, Düften und Farben? Das Fahrtgebiet ist sehr groß und es ist von drei Kontinenten umschlossen: Afrika, Asien und Australien. Das Fahrtgebiet erstreckt sich in der Regel vom Roten Meer und Persischen Golf, wo seit kurzem zum Beispiel Costa in Dubai ein Schiff stationiert hat, entlang der Ostküste Afrikas bis Kapstadt, auf der östlichen Route bis Mombai, dem ehemaligen Bombay, Sri Lanka und bis an die Westküste Australiens. Dazu kommen die zahlreichen Inseln. Preiswert ist das Kreuzfahrtziel Indischer Ozean nicht, lange Anreisewege aus Europa und den USA machen die Reisen hier eher zu einem teureren Vergnügen. Es wundert deshalb wahrscheinlich nicht, dass sich in diesem Fahrtgebiet vor allem Megayachten der Luxusanbieter, Segelschiffe und kleinere fünf-Sterne Kreuzfahrtschiffe aufhalten.
Stimmungsvolle Eindrücke: Eine Indischer Ozean Kreuzfahrt
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Wichtige Häfen und Sehenswürdigkeiten
Kapstadt ist „das schönste Ende der Welt“. Die Stadt an der Südspitze des Schwarzen Kontinents hat sich innerhalb der letzten Jahre zu einem immer beliebteren Urlaubsziel entwickelt. Selbst die Wintermonate, die auch als „Grüne Saison“ bezeichnet werden, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Stadt liegt zwischen dem Atlantik im Westen und dem Indischen Ozean im Osten. Das Wahrzeichen Kapstadts ist der 1086 Meter hohe Tafelberg, der zum Nationaldenkmal ernannt wurde und auf dem es mehr Pflanzenarten gibt als in ganz Großbritannien. Der Tafelberg umschließt das Stadtzentrum und einige Vororte. Sehenswürdigkeiten wie alte „Castle of Good Hope“ (das älteste Gebäude Südafrikas) oder dem „Grand Parade“ - Platz, auf dem schon zu Riebeecks Zeiten Paraden abgehalten wurden, sollte man sich auf einem Landausflug nicht entgehen lassen. Natürlich gehören eine Fahrt auf den Tafelberg und der Besuch des Kaps der Guten Hoffung zu einem Muss, wenn man sich in der Stadt aufhält. Die „Waterfront“ im alten Hafen ist ebenfalls einen Besuch wert.
1497 kam Vasco da Gama auf dem Weg nach Indien an diesem, von zwei Seiten vom indischen Ozean umgebenen Küstenstreifen – der Gegend um das heutige Durban vorbei. Da gerade Weihnachten war, nannte er das Land „Natal“ (= Geburt). Die Stadt hat 1,1 Mio. Einwohner und Südafrikas größten Hafen, von der Umschlagsmenge her gerechnet sogar den größten Hafen Afrikas. Die Hälfte der Einwohner sind Nachfahren der indischen Arbeiter für die damaligen Zuckerrohrplantagen. Aus diesem Grund gibt es viele sehenswerte indische Märkte und Moscheen. Heute ist Durban das südafrikanische Urlaubsmekka mit 300 Tagen Sonne im Jahr. Es gibt weite, weiße Strände in Citynähe und das Wasser ist herrlich warm.
Die Naturschätze von Madagaskar sind weltweit einzigartig. Die Insel beherbergt zum Beispiel die weltgrößte Anzahl an endemischen Vogel- und Schmetterlingsarten, Lemuren(affen) und Chamäleons. Hinzu kommen eine fantastische Unterwasserwelt (die Tauchgebiete nördlich und südlich von Nosy Be zählen zu den schönsten der Welt), kleine tropische Inseln mit traumhaften Sandstränden, eine vielfältige Kultur und eine einheimische Küche die zusätzlich durch französische, arabische und asiatische Einflüsse inspiriert wird. Besucher werden mit einer einmaligen Mischung aus Naturreichtum, Kultur und freundlichen Menschen verwöhnt. Toamasina, Taolanaro oder Nosi Be werden von Kreuzfahrtschiffen angesteuert.
La Réunion ist eine überschaubare Insel von ca. 50 x 50 Kilometer Größe und liegt östlich von Madagaskar im Südosten von Afrika. Kreuzfahrtschiffe laufen „Le Port“ ist der Hauport der Insel Réunion im Nordwesten der Insel an, von wo aus Ausflüge in Réunion's Hauptstadt St.Denis im Norden angeboten werden. Mit 120.000 Einwohnern ist sie durchaus eine Sehenswürdigkeit. Die quirlige 120.000 Einwohner zählende Stadt besitzt eine schöne Fußgängerzone, eine Meerpromenade und zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Réunion hat heute die Staatsform eines französischen Überseedepartements. Als weitere Ausflugsmöglichkeiten bieten die Reedereien beispielsweise die Besichtigung einer Vanilleplantage oder einen Ausflug zum Vulkan Piton de la Fournaise an. Schließlich ist die gesamte Insel vulkanischen Ursprungs.
Das nahezu unberührte Tropenparadies der Seychellen liegt mitten im Indischen Ozean. Die Inselgruppe bietet eine einzigartige Flora und Fauna, traumhafte Strände und entspannte Urlaubsatmosphäre. Nicht umsonst ist die Inselgruppe in tropischer Ferne beispielsweise als Hochzeitsziel so beliebt. Mahé, Praslin und La Digue gehören zu den Hauptinseln. Auf den Seychellen, herrschen ganzjährig hochsommerliche Temperaturen von circa 28-30°C, die Luftfeuchtigkeit liegt bei circa 80%. Eine Stadt- und Inselrundfahrt auf Praslin und Mahé, die am meisten angelaufenen Inseln, gehört zum Bestandteil vieler Landausflüge, ebenso eine Glasbodenbootfahrt zu den Korallenbänken oder der Besuch des Naturparks Vallée de Mai mit seinen Coco de Mer Palmenhainen.
Die Malediven bestehen aus etwa 26 Atollen und ungefähr 1190 Inseln, wovon nur 200 bewohnt sind. Die Inseln bieten nicht nur perfekte Strände, sondern sind wegen ihrer vielfältigen und faszinierenden Unterwasserwelt bekannt. Sogar schon beim Schnorcheln ergibt sich die Möglichkeit, den Zauber der Korallenriffe kennen zu lernen. In der etwa hunderttausend Einwohner zählenden Stadt Malé herrscht ein geschäftiges Treiben. Die Hauptinsel ist nur etwa 1,8 Quadratkilometer groß, Hauptsehenswürdigkeiten sind neben dem quirligen Hafen, die drei Moscheen auf den Malediven. Zwei davon befinden sich in Malè. Heute dominiert die große Freitagsmoschee mit ihrer goldenen Kuppel das Stadtbild von Malé. Die Hukuru Miskiiy wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet.
Mauritius ist eine klassische Urlaubsinsel im Indischen Ozean. Bekannt ist die Insel auch aufgrund ihres Reichtums an Zuckerrohr. Die Kreuzfahrtschiffe laufen in der Regel Port Louis an. Ausflüge werden meist angeboten zum Vulkankrater von Trou aux Cerfs im Herzen von Curepipe mit einem traumhaften Ausblick über die Westküste. Zur siebenfarbige Erde von Chamarel, einem wirklichen Naturwunder. Zum Botanischen Garten von Pamplemousses nördlich von Port Louis. Einer der schönsten botanischen Gärten überhaupt. Zum Krokodilpark „La Vanille“ im Süden. Atemberaubend ein Ausflug nach Gris Gris, dem südlichsten und wildesten Punkt der Insel. – Übrigens die Insel kann eine Pferderennbahn in Port Louis vorweisen, die die zweitälteste Rennbahn weltweit ist. Von Mai bis November jeden Samstagnachmittag Pferderennen.
Sri Lanka ist eine tropische Insel in der Nähe des Äquators. 30 Kilometer südöstlich von Indien erstreckt sich diese tropfenförmige Landmasse. Die Vegetation von Sri Lanka bietet Wälder, Grassteppen, Reisfelder, Teeplantagen, Palmenhaine und unberührte Regenwälder. In den Nationalparks herrscht eine große Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Die meisten Kreuzfahrer steuern Colombo, die Inselhauptstadt an. Sri Lankas Hauptstadt ist eine faszinierende Stadt wegen der Verschmelzung westlicher und östlicher Einflüsse und der Mischung von Vergangenheit und Gegenwart. Die seit Jahrhunderten florierende Hafenstadt zog Seefahrer aus Persien, Marokko an die hier mit Perlen, Edelsteinen sowie Pfauen und Elefanten handelten. Auch Zimt und andere Gewürze Serendibs, wie man Sri Lanka früher bezeichnete, waren begehrte Handelsware. Spuren der ursprünglichen Siedler aus Holland, Portugal und England lassen sich auch heute noch überall im Stadtbild Colombos finden. Viele Kirchen und Monumente zeugen von der europäischen Besiedlung vor 500 Jahren, auch in vielen Trachten und sogar in der heutigen Landessprache finden sich diese Einflüsse. Die heute ca. 500.000 Einwohner leben in 15 Zonen, von denen die drei wichtigsten Pettah, The Fort und Cinnamons Garden. Pettah ist das moderne Geschäftszentrum, The Fort war eine militärische Anlage während der portugiesischen und holländischen Besetzungszeit und Cinnamon Gardens ist die gehobene Wohngegend mit weiträumigen Parks und Anlagen. Landausflüge werden unter anderem zum Fort, zu den Tempeln und zum Basar angeboten, vielfach stehen auch Ausflüge zur Königstadt Kandy oder zum Botanischen Garten mit einem Elefantenbadeplatz auf dem Plan für die Landausflüge der Kreuzfahrer.
Schon von weitem fällt einem die Skyline von Dubai auf, wenn man sich mit dem Schiff am Persischen Golf, dem Emirat nähert. Das Emirat glänzt durch seine Kontraste: Neben wirklichen Hinguckern der modernen Architektur findet man genauso restaurierte Forts und Herrscherhäuser wie die ursprünglichen Suqs in Bur und Deira Dubai. Dubai besteht, bedingt durch das schnelle Wachstum des Emirats aus zwei Stadtteilen: Deira auf der nördlichen Seite und Bur Dubai auf der südlichen die beide durch einen (Fußgänger-) Tunnel im Stadtteil Sindagha sowie zwei Brücken miteinander verbunden sind. Bei den Landausflügen ist ein wichtiger Fixpunkt das Dubai Museum im 1778 erbauten al-Fahidi Fort Einst als Schutz des Zugangs nach Dubai von der Landseite her errichtet bietet es heute - mustergültig renoviert und um einen unterirdischen Museumstrakt erweitert - einen lebendigen, sehr sehenswerten Einstieg in die Geschichte der Region. Ein besuch der Gold Souks und eine Dhau-Fahrt, also auf einem alten arabischen Schiff sollten ebenfalls auf dem Programm stehen.
Bombay ist die europäischste der indischen Städte, und dieser Kontrast macht die Stadt interessant: Englische Kolonialbauten und neuindische Wolkenkratzer, das größte Geschäftsviertel im Land und westliche Kinos - daneben aber Tempel, Kirchen und Moscheen. Bombay ist wohl die eigentliche Hauptstadt Indiens und mit ca. 11,5 Mio. Einwohnern nach Calcutta und vor New Delhi und Madras die zweitgrößte Stadt des Landes. Bombay ist heute Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra und mit 50 % Frachtaufkommen sowie 8 Quadratkilometer Hafenfläche mit knapp 10 m Tiefgang die bedeutendste Hafenstadt des Subkontinents. Mombai nennt sich auch das Tor Indiens. Das „Gateway of India“, ein imposanter Torbogen, der die Schiffe im Hafen überragt, heißt die Kreuzfahrer in Mumbai willkommen. Das Prince of Wales Museum mit seiner Sammlung von Skulpturen, Terrakotta Figuren, Miniaturmalereien, Porzellan und Waffen ist Pflicht auf einem Landgang in Mumbai. Ein Ausflug nach Victoria Garden, indisch: Veermata Jijabai Bhonsle Udyan, in dem das Viktoria und Albert Museum (Dr Bhau Daji Lad Museum) und der Zoo untergebracht sind sollte nicht fehlen, ebenso der besuch des Gandhi Hauses und der Besuch des Elephanta Island gegenüber vom Hafen. Hier befinden sich die Höhlentempel von Elephanta, die aus dem siebten Jahrhundert nach Chr. stammen und zu den schönsten indischer Höhlenkunst zählen. Die Höhlen von Elephanta sind in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Flora Fountain, der Babulnath Temple am Malabar Hill, der Tempel Mumba Devi, nach dem Mumbai benannt ist, die alte Afghan Church, die Mount Mary Church in Bandra, die imposante Haji Ali Moschee am Meeresrand der friedliche Buddha Mandir in Worli, Universitätsgebäude(Neugotischer Still). Oberster Gerichtshof von Mumbai und der Crawford Market, der größte Fruchtgroßhandel Indiens.
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