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LePonant von Piraten entführt
06.04.08 » Piraterie » Compagnie des Iles du Ponant
Das Segelkreuzfahrtschiff LePonant wurde am Freitag vergangener Woche vor der somalischen Küste von Piraten gekapert. Der 88 Meter lange Dreimaster der französischen Reederei Compagnie des Iles du Ponant befindet sich seitdem in der Hand der bislang nicht näher identifizierten Seeräuber. An Bord sind 30 Besatzungsmitglieder - darunter sechs Frauen. Das Schiff befand sich auf einer Leerfahrt von den Seychellen in Richtung Mittelmeer und hatte demzufolge keine Gäste an Bord. Die französische Marine folgt der LePonant bereits seit Freitag in gebührendem Abstand. Auch die amerikanische und kanadische Marine beteiligen sich inzwischen an der Verfolgung und Beobachtung des Segelkreuzfahrtschiffs. Nachdem die LePonant Kurs auf die somalische Küste genommen hat, kam es Berichten von Spiegel Online zufolge inzwischen zu Schießereien zwischen den Piraten an Bord und Milizen, die ein Anlegen der Yacht in einem somalischen Hafen verhindern wollten. Obwohl zwischenzeitlich Kontakt zum Schiff bestand, ist über den Zustand der Geiseln im Moment nichts bekannt. Wie die Online-Ausgabe des Spiegel weiter berichtet, sei inzwischen die Groupe d'Intervention de la Gendarmerie Nationale (GIGN) - eine Spezialeinheit der französischen Polizei - auf dem Weg nach Somalia, um die Geiselnahme gegebenenfalls beenden zu können, falls die Verhandlungen mit den Piraten zu keinem Ergebnis führen sollten. Vor einigen Wochen erpressten andere Geiselnehmer ein Lösegeld in Höhe von 450.000 Euro, nachdem sie ein russisches Schiff in ihre Gewalt gebracht hatten.
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